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Stückwerkhafte Gedanken zur Losung am 10.4.2026
Der HERR sprach zu Jakob:
Siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst,
und will dich wieder herbringen in dies Land.
1. Mose 28, 15
Der Lehrtext:
Jesus sprach zu den Jüngern:
Als ich euch ausgesandt habe ohne Geldbeutel,
ohne Tasche und ohne Schuhe,
habt ihr je Mangel gehabt? Sie sprachen: Nein, keinen.
Lukasevangelium 22, 35
Esau hatte kanaanäische, hethitische Frauen geheiratet. Sie verursachten
Isaak und Rebekka viel Herzeleid. Mit dieser Verwandtschaft war die große
Gefahr verbunden, sich heidnischen Götter in die Familie zu holen.
Und dennoch war Isaak bereit Esau zu segnen.
Hat er denn nicht an die Worte gedacht, die Gott Rebekka sagte, als die dem
Herrn ihr Leid klagte:
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1. Mose 25, 22+23
22 Und die Kinder stießen sich miteinander in ihrem Leib.
Da sprach sie: Wenn es so ist, warum geschieht mir das?
Und sie ging hin, den HERRN zu befragen.
23 Und der HERR sprach zu ihr:
Zwei Völker sind in deinem Leibe, und zweierlei Volk
wird sich scheiden aus deinem Schoß;
und ein Volk wird dem andern überlegen sein,
und der Ältere wird dem Jüngeren dienen.
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Aber darauf hatte Isaak keine Rücksicht genommen. Er fand Esau besser,
Vermutlich traute er ihm auch die Führung des Stammes besser zu.
Hier schaut Isaak auf das Äußere und gibt menschlicher Stärke und Kraft
den Vorzug, einschließlich der Kochkunst Esaus.
Rebekka hatte das geahnt und Jakob zu einem listigen Handeln angestiftet,
um so den Segen auf ihren Sohn Jakob zu lenken. Gott hätte sicher selbst Isaak
Einhalt gebieten können, so wie er es damals beim Opfer tat.
Esau war so über Jakobs Hinterlist erbost, dass er sich vornahm,
wenn sein Vater einmal gestorben war, Jakob umzubringen.
Isaak kam ja nicht in die Puschen, in die Gänge, und so war es wieder Rebekka,
die zu Issak sinngemäß sprach: "Warum leb ich überhaupt noch, Esaus Frauen
nehmen mir die Freude am Leben. Sie kosten mir den letzten Nerv"
Und endlich reagiert Isaak. Er war zu dieser Zeit mindestens 100 Jahre alt,
denn Esau heiratete mit 40, und Isaak war 60 Jahre alt, als Esau geboren wurde.
Rebekka war entsprechend vermutlich 20 Jahre jünger.
Sie und Isaak lagen vermutlich 20 Jahre oder so auseinander, der Text spricht
in 1.Mose 24 mehrmals von "Mädchen". Isaak war 40 Jahre alt bei der Hochzeit.
Und es dauerte 20 Jahre, bis Rebekka schwanger wurde.
Aber auch nur, weil Isaak (vermutlich) endlich entsprechend betete.
Und so macht sich Jakob in einer Nacht- und Nebelaktion auf den Weg
zu Rebekkas Bruder Haran und wird später dessen Töchter Lea und Rahel
heiraten, also Cousinen mütterlicherseits.
Esau, als er hört, dass seine Eltern gegen kanaanäische Frauen waren, und Jakob
deshalb fortschickten, nahm sich auch aus der Verwandtschaft väterlicherseits
eine Cousine als vermutlich 3. Ehefrau. Es war die Schwester des erstgeborenen
Sohnes von Ismael, der Esaus und Jakobs Onkel war.
Also ist Jakob vermutlich das erste Mal in seinem Leben alleine unterwegs.
Weil die Bibel ausdrücklich betonte, dass er ansonsten bei den Zelten blieb.
Nur war er auf der Flucht nach Haran, zu Rebekkas Bruder Laban.
Und bereits in der ersten Nacht träumt er den Traum von der Himmelsleiter.
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1. Mose 28, 10-16
10 Aber Jakob zog aus von Beerscheba und machte sich auf den Weg nach Haran
11 und kam an eine Stätte, da blieb er über Nacht,
denn die Sonne war untergegangen.
Und er nahm einen Stein von der Stätte und legte ihn zu seinen Häupten
und legte sich an der Stätte schlafen.
12 Und ihm träumte, und siehe,
eine Leiter stand auf Erden, die rührte mit der Spitze an den Himmel,
und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder.
13 Und der HERR stand oben darauf und sprach:
Ich bin der HERR, der Gott deines Vaters Abraham,
und Isaaks Gott; das Land, darauf du liegst,
will ich dir und deinen Nachkommen geben.
14 Und dein Geschlecht soll werden wie der Staub auf Erden,
und du sollst ausgebreitet werden gegen Westen und Osten, Norden und Süden,
und durch dich und deine Nachkommen sollen alle Geschlechter auf Erden
gesegnet werden.
15 Und siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst,
und will dich wieder herbringen in dies Land.
Denn ich will dich nicht verlassen,
bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe.
16 Als nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er:
Fürwahr, der HERR ist an dieser Stätte, und ich wusste es nicht!
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Wenn man bedenkt, Gott kannte Jakob besser, als dieser seine Westentasche.
Und dennoch ging der Segen Abrahams auf ihn über. Aber es hat alles einen Sinn.
Hinter allen steht seine Wahrheit und ein vielfältiger Sinn.
2 x ein "Ich bin", 2 x "sollen", ein "du sollst oder durch dich sollen",
4 x ein "Ich will"
Das sagt aus, wer hier der Handelnde ist. Und in den 20 Jahren in Haran wurde
auch der listige Jakob überlistet. Seine Frauen fliehen dann mit ihm und den 12
Kindern (ohne Benjamin, der wurde später geboren, 11 Söhne und 1 Tochter).
Auf die Offenbarung Gottes im Traum reagierte Jakob mit einem Gelübde.
Da steht nicht: "Jakob freute sich und war getrost." Sondern da steht,
dass er sich fürchtete. Das war andererseits auch angemessen, hatte er doch
den Segen Abrahams auf unehrliche Weise gewonnen.
Wir lesen hier auch nichts von Dank sondern nur von einer religiösen Handlung
des Salbens des Steines, auf dem sein Kopf gelegen war.
Und dazu ein Gelübde, dass er später erst nach Umwegen hielt.
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1.Mose 28, 20-22
20 Und Jakob tat ein Gelübde und sprach:
Wird Gott mit mir sein und mich behüten auf dem Wege,
den ich reise, und mir Brot zu essen geben und Kleider anzuziehen
21 und mich mit Frieden wieder heim zu meinem Vater bringen,
so soll der HERR mein Gott sein.
22 Und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Steinmal,
soll ein Gotteshaus werden;
und von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben.
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Gott brachte ihn dann mit Frieden wieder heim. Gott kämpfte aber mit ihm am
Fluss Jabbok und schlug ihn durch einen Engel auf die Hüfte, so dass er hinkte.
Dann hatte Gott auch das Herz seines Bruders Esau, dass damals gegen Jakob
gekehrt war, berührt, so dass Esau nun Jakob wohlgesonnen war.
Als Jakob dann nach Kanaan zurückkehrte, ging er leider nicht zuerst zurück
zu dem Ort, an dem er das Gelübde getan hatte,
sondern er baute sich ein Haus in Sukkoth und seinem Vieh Hütten.
Von da aus zog er nach Sichem, lagerte dort vor der Stadt und kaufte
das Feldstück, wo er lagerte von den Söhnen Hamors, des Vaters Sichems.
Hier richtete er einen Altar und nannte ihn "El, der Gott Israels."
Aber wollte Gott das? Es geschah dann die Tragödie, das Jakobs Tochter Dina,
welche auch die leibliche Schwester von Jakobs Söhnen Simeon und Levi war,
von Sichem, der einer der Söhne Hamors, des Landesherrn war,
vergewaltigt wurde.
Jakob unternahm zunächst nichts, und es bleibt offen, was er getan hätte.
Sichem wollte Dina dann heiraten. Die "Söhne Jakobs" reagierten aber
hinterlistig, sie verwiesen auf die Beschneidung, nur wenn alles was
männlich ist, sich beschneiden ließ, käme es zur Heirat.
Ansonsten würden sie mit Dina weiterziehen.
Der König beredete seine Leute mit (1.Mose 34, 21ff)
… Diese Leute sind friedsam bei uns;
lasst sie im Lande wohnen und Handel treiben …,
… 23 Ihr Vieh und ihre Güter und alles, was sie haben,
wird es nicht unser sein? …
Und als sich alles was männlich ist beschneiden lies und in Schmerzen war,
fielen die leiblichen Brüder von Dina über die ganze Stadt her,
und töteten alles was männlich war, auch Hamor und seinen Sohn Sichem.
Dabei holten sie auch Dina zurück, die bereits im Hause Hamors war.
Das taten sie alles ohne dem Wissen Jakobs.
Dann steht da noch, dass "die Söhne Jakobs", also auch der Rest,
vermutlich ohne Josef, der noch zu jung war, über die Erschlagenen kamen,
plünderten, alles nahmen einschl. der Frauen und Kinder.
So gründeten die Söhne Jakobs einen Teil ihres Reichtums auf ein im Unrecht
erworbenes Gut. Sie halfen sich mit eigener Kraft, was Gott ein Gräuel ist.
Getreu dem menschlichen Grundsatz: "Der Zweck heiligt die Mittel."
Es war aber Selbstjustiz.
Denn Gott wäre zu jeder Zeit in der Lage gewesen, die Dinge gerecht zu richten.
Jakob war mit seinen Söhnen, seinem kleinen Volk, am falschen Ort.
Auf seinem eigenen Weg.
Eigene Wege, eigene Häuser, eigene Grundstücke, eigene Rache.
Gott musste ihn extra an sein Versprechen erinnern.
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1.Mose 35, 1
Und Gott sprach zu Jakob: Mach dich auf und zieh nach Bethel
und wohne daselbst und errichte dort einen Altar dem Gott, der dir erschien,
als du flohst vor deinem Bruder Esau.
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Dort segnete Gott ihn, gab ihn einem neuen Namen und
offenbarte sich ihm von neuem.
Wir sehen, ohne Gottes "Ich will" wäre das alles böse ausgegangen.
Gott legte auch einen Schrecken auf die umliegenden Städte und Völker,
so dass sie Jakob wegen der Bluttat in Sichem nicht verfolgten.
Man kann also zusammenfassen, die Gnade Gottes hatte stets alles in der Hand.
Und so ist es auch heute mit uns. Jetzt in diesem Augenblick.
Dazu soll uns auch der Lehrtext erinnern und ermutigen.
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Lukasevangelium 22, 35
Jesus sprach zu den Jüngern:
Als ich euch ausgesandt habe ohne Geldbeutel, ohne Tasche und ohne Schuhe,
habt ihr je Mangel gehabt? Sie sprachen: Nein, keinen.
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Weißt du noch, dass du viel schöner bist, als die Lilien auf dem Felde, die doch
wiederum schöner gekleidet waren, als der König Salomo in all seiner Pracht.
Gewöhne dir doch Gottes Sichtweise an,
seinen Gedanken gibt Raum und lass sie in dir wirken.
Wir können durch Sorge nichts verbessern.
Aber die Welt, sie will in uns eindringen, sich mit uns vermischen.
Sie fügt uns Schmerz zu, sie vergewaltigt beständig die Wahrheit Gottes.
Gott hätte alle und jeden Grund dreinzuschlagen.
Aber er hat das Gericht am Sohn, an seinem lieben Sohn Jesus vollzogen.
Er ist dir nun gut, dass darfst du ihm von Herzen glauben.
In Jesus ist er dir gut.
Nur vermische dich nicht mit der Welt und räche dich nicht selbst.
Sondern lass Jesu Worte reichlich in dir leben.
So bist du immer am richtigen Ort, auch wenn alles durcheinander erscheint.
Und er wird dich auch durch dunkle schattige Täler führen,
dass du sein Licht wieder sehen wirst.
Vertrau seinen Wegen, auf sein Haus, auf seine Gerechtigkeit.
Gib deine eigenen Kämpfe mit ihm auf.
Glaube ihm seine Liebe ohne Wenn und Aber.
Kehre um, in dem du wie ein Kind wirst und empfange Segen.
Gott will nicht Opfer sondern dein Herz.
Opfer der Dankbarkeit und der Freude.
Opfer des Lobes und des beständigen Schauens auf Jesus.
Daraus erwachsen Werke der Wahrheit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.
*
🙏
"Danke, Vater, für dein großes Erbarmen,
für deine sehr große Geduld, die du mit Jakob hattest.
So dass du dich der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs nennst.
Du bist der Gott der Geduld, der uns sieht, der uns Ansehen schenkt.
Du bist der Gott der Wahrheit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.
Da sind wir sehr glücklich mit dir und durch dich, lieber Vater.
Danke, dass wir dich in Jesus anschauen dürfen und uns freuen.
Von Herzen wenden wir uns dir zu und lassen unser Eigenes los.
Berühre uns neu mit deiner Gnade."
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Der HERR sprach zu Jakob:
Siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst,
und will dich wieder herbringen in dies Land.
1. Mose 28, 15
Der Lehrtext:
Jesus sprach zu den Jüngern:
Als ich euch ausgesandt habe ohne Geldbeutel,
ohne Tasche und ohne Schuhe,
habt ihr je Mangel gehabt? Sie sprachen: Nein, keinen.
Lukasevangelium 22, 35
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Danke, für das Lesen. 🌼
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