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Stückwerkhafte Gedanken zur Losung am 24.3.2026
Der HERR wird seinen Engel vor dir her senden.
1. Mose 24, 7
Der Lehrtext:
Jesus sprach:
Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir;
doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!
Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.
Lukas 22, 42-43
Gott war Abraham treu gewesen und hatte ihn gesegnet.
Als Abraham sehr alt war, ließ er seinen ältesten Knecht kommen.
Er wollte, dass dieser zur Verwandtschaft Abrahams reiste, um für
Isaak eine Frau zu nehmen. Vermutlich war es nicht sein Knecht
Eliëser von Damaskus, denn dann wäre auch sein Name genannt worden.
Dieser wäre zu dieser Zeit bestimmt auch schon über 100 Jahre alt gewesen.
Damals, im Kapitel 15, war Abraham noch keine 86 Jahre alt. Denn um
diese Zeit, brachte Hagar Ismael zur Welt. Als Abraham 100 Jahre alt war,
wurde Isaak geboren, Als er 137 Jahre alt war, starb Sarah mit 127 Jahren.
(Kapitel 23).
Als Isaak im Alter von 40 Jahren Rebekka heiratete, war Abraham ca. 140 Jahre
alt (Kapitel 25). Also war Abraham in der Geschichte der Brautwerbung
vermutlich 139 oder 140 Jahre alt. Erst danach heiratete er Ketura und zeugte
noch einmal 6 Söhne, die er noch zu Lebzeiten mit Geschenken wegschickte.
Aber seinen ganzen Besitz gab er Isaak (1. Mose 25).
Als Abraham mit 175 Jahren starb begruben ihn seine Söhne Ismael (ca. 89 Jahre)
und Isaak (75 Jahre) alt. Abraham hatte also noch die Geburt seiner Enkelkinder
Jakob und Esau im Alter von 160 Jahren miterlebt (Kapitel 25).
So war Gott Abraham treu gewesen und hatte ihn gesegnet bis zum Tod.
Abraham aber war es sehr wichtig, dass sein Sohn Isaak keine Frau nahm
von den Töchtern des Landes. Dann hätte eine Vermischung stattgefunden.
Eine andere Verwandtschaft wäre hinzugekommen, mit ihren ganzen
Kulten und ihrer Götzenanbetung.
Wir sehen das später bei Esau, was sich daraus entwickelte.
Es war Abraham so sehr wichtig, dass er von seinem Knecht einen Eid nahm.
So war in der Familie Abrahams, aus der er auszog noch ein Bewusstsein
von Gott. Wenn auch später, wie sich bei Jakob herausstellen sollte,
auch die Hausgötter dann eine Rolle spielten.
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1. Mose 24, 7
1 Abraham war alt und hochbetagt,
und der HERR hatte ihn gesegnet allenthalben.
2 Und er sprach zu dem ältesten Knecht seines Hauses,
der allen seinen Gütern vorstand: Lege deine Hand unter meine Hüfte
3 und schwöre mir bei dem HERRN, dem Gott des Himmels und der Erde,
dass du meinem Sohn keine Frau nimmst von den Töchtern der Kanaaniter,
unter denen ich wohne,
4 sondern dass du ziehst in mein Vaterland und zu meiner Verwandtschaft
und nimmst meinem Sohn Isaak dort eine Frau.
5 Der Knecht sprach zu ihm: Wie, wenn das Mädchen mir nicht folgen will
in dies Land, soll ich dann deinen Sohn zurückbringen in jenes Land,
von dem du ausgezogen bist?
6 Abraham sprach zu ihm: Davor hüte dich, dass du meinen Sohn wieder
dahin bringst!
7 Der HERR, der Gott des Himmels,
der mich von meines Vaters Hause genommen hat und von meiner Heimat,
der mir zugesagt und mir auch geschworen hat:
Dies Land will ich deinen Nachkommen geben –,
der wird seinen Engel vor dir her senden,
dass du meinem Sohn dort eine Frau nimmst.
8 Wenn aber das Mädchen dir nicht folgen will, so bist du dieses Eides ledig.
Nur bringe meinen Sohn nicht wieder dorthin!
9 Da legte der Knecht seine Hand unter die Hüfte Abrahams, seines Herrn,
und schwor es ihm.
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Die Geschichte der Brautwerbung ist eine der schönsten Geschichten der Schrift.
Und zeigt auch gleichzeitig wie Gott in solchen Situationen wirken kann.
Sie zeigt einen Knecht, der treu gegenüber Abraham war, und dessen Vertrauen
genossen hatte. Warum? Weil er den gleichen Glauben mit ihm teilte!
Und wie aus dem weiteren Text ersichtlich ist, lebte dieser Glaube aus der
Gnade Gottes, aus dem Vertrauen auf Gottes gutes Wohlwollen, auf seine Worte.
So ist das Beten des Knechtes richtig inniglich, er macht Gott sogar einen
Vorschlag, wie die ganze Sache über die Bühne gehen könnte:
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1. Mose 24, 12-13
12 Und er sprach: HERR, du Gott meines Herrn Abraham, lass es mir heute
gelingen und tu Barmherzigkeit an Abraham, meinem Herrn!
13 Siehe, ich stehe hier bei dem Wasserbrunnen, und die Töchter der Leute
in dieser Stadt werden herauskommen, um Wasser zu schöpfen.
14 Wenn nun ein Mädchen kommt, zu dem ich spreche: Neige deinen Krug und
lass mich trinken, und es sprechen wird: Trinke, ich will deine Kamele auch
tränken –, das sei die, die du deinem Diener Isaak beschert hast, und daran
werde ich erkennen, dass du Barmherzigkeit an meinem Herrn getan hast.
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Und schon geschah es so:
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1. Mose 24, 15-20
15 Und ehe er ausgeredet hatte, siehe, da kam heraus Rebekka, die Tochter
Betuëls, der ein Sohn der Milka war, die die Frau Nahors,
des Bruders Abrahams, war, und trug einen Krug auf ihrer Schulter.
16 Und das Mädchen war sehr schön von Angesicht, eine Jungfrau, und kein
Mann hatte sie erkannt. Die stieg hinab zur Quelle und füllte den Krug
und stieg herauf.
17 Da lief ihr der Knecht entgegen und sprach: Lass mich ein wenig Wasser
aus deinem Kruge trinken.
18 Und sie sprach: Trinke, mein Herr! Und eilends ließ sie den Krug hernieder
auf ihre Hand und gab ihm zu trinken.
19 Und als sie ihm zu trinken gegeben hatte, sprach sie:
Ich will deinen Kamelen auch schöpfen, bis sie alle genug getrunken haben.
20 Und eilte und goss den Krug aus in die Tränke und lief abermals
zum Brunnen, um zu schöpfen, und schöpfte allen seinen Kamelen.
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Selten und so schnell lesen wir von Gebetserhörungen.
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21 Der Mann aber betrachtete sie und schwieg still, bis er erkannt hätte,
ob der HERR zu seiner Reise Gnade gegeben hätte oder nicht.
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Darum ging es. Um Gnade!
Ob uns das bewusst ist. Wir leben mit Jesus in den Tagen seiner Gnade.
Haben wir ihn gefunden, haben wir ihn aufgenommen, gab er uns Macht,
Gottes Kinder zu werden, so denken wir "gut von Gott", er ist ein
guter Gott.
Einer, zu dem man im Vertrauen reden kann, alles, aber auch alles,
mit ihm teilen kann. Denn wir sind nicht unter der Herrschaft des
"Funktionierens", des "Richtigmachens", sondern unter der Gnade.
Wie sollte der Vater im Himmel uns mit Jesus nicht alles schenken.
Das aber erleben wir nur, wenn wir uns auch auf Jesus ausrichten.
Das ist aber keine Leistung. Es ist nicht eine Leistung, sondern es ist
unser innerstes Bedürfnis, wenn wir Jesus aufgenommen haben.
Wir strecken die Hände zu einem gütigen Vater aus,
nicht, damit er uns liebt, sondern weil er uns liebt.
Wir tun alles aus einer Liebe heraus, die er in uns ist, geworden ist,
das ist die Macht, Gottes Kind zu werden.
Er, Jesus allein.
Und Jesus sagte:
Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht
in das Reich Gottes kommen.
In diesem Werden wie ein Kind lasse ich in allem die Gnade gelten.
Ich setze sie voraus.
Weil eben durch dieses Gnade des Vater in Jesus alles trennende
aufgehoben wurde, mir vergeben wurde.
So haben wir ein inniges Verhältnis zu Gott. Was denn sonst?
Was soll der Glaube etwas anderes sein als eine Gemeinschaft
mit Gott im Herzen. Wo das Lamm ruht, und wir in unserer Schwachheit
seiner Niedrigkeit begegnen können.
Gott war da. Er war beim Knecht Abrahams da, er leitete ihn, "seine Gnade,
seine Barmherzigkeit" war mit ihm. Dies geschah im Glauben.
Und damit das im Glauben geschehen konnte, musste später der Grund
dieses Glaubens gelegt werden.
Den hat der Vater gelegt, im Kreuz Jesu, im Opfer Jesu am Kreuz auf
Golgatha. Ohne dieses Geschehen gibt es keine Vergebung.
Ohne Vergebung gibt es keinen Glauben.
So war Jesu Opfer der verborgene Fels im Alten Testament, aus dem
das Wasser der Gnade, der Barmherzigkeit Gottes strömte.
Denn der Glaube glaubt Gott sein gutes Herz. Uneingeschränkt.
Das ist keine Leistung sondern der Ausdruck des Vertrauens,
das Wegschauen von den Bedürfnissen des eigenen Egos.
Hin zu dem, der die Gottlosengerecht spricht. So dass sie Gnade finden.
Und immer erleben die Menschen dabei einen inneren Zerbruch.
Es ist kein verordneter Kopfglaube, sondern der Zusammenbruch
des bisherigen Lebens ohne Gott.
Und schon im alten Testament zeigte Gott das bei Jesaja 57:
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Jesaja 57, 14-16
14 Und er spricht: Machet Bahn, machet Bahn! Bereitet den Weg,
räumt die Anstöße aus dem Weg meines Volks!
15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt,
dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum
und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind,
auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten
und das Herz der Zerschlagenen.
16 Denn ich will nicht immerdar hadern und nicht ewiglich zürnen;
sonst würde ihr Geist vor mir verschmachten und der Lebensodem,
den ich geschaffen habe.
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Diesen Zerbruch - aber ohne eigener Sünde - sondern durch unsere Sünde
erlebte auch Jesus.
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Lukasevangelium 22,
39 Und er ging nach seiner Gewohnheit hinaus an den Ölberg.
Es folgten ihm aber auch die Jünger.
40 Und als er dahin kam, sprach er zu ihnen:
Betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt!
41 Und er riss sich von ihnen los, etwa einen Steinwurf weit,
und kniete nieder, betete
42 und sprach: Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir;
doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!
43 Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.
44 Und er geriet in Todesangst und betete heftiger.
Und sein Schweiß wurde wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen.
45 Und er stand auf von dem Gebet und kam zu seinen Jüngern
und fand sie schlafend vor Traurigkeit
46 und sprach zu ihnen: Was schlaft ihr? Steht auf und betet,
damit ihr nicht in Anfechtung fallt!
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Uns hat der Vater seinen heiligen Geist gegeben. Wir können durch ihn
alles Jesus sagen, und bei vielem muss uns sein Geist mit Seufzen
vertreten.
Aber so sind wir doch geborgen und müssen nicht mehr kämpfen,
um vor Gott zu bestehen. Denn durch den Glauben finden wir ihn,
Durch den Glauben lässt er sich von uns finden und ist uns unser
Erretter, der treueste Begleiter und der beste Tröster.
Er deutet nicht mit den Finger auf uns und sagt: Du wirst niemals
genügen, an dir ist nichts mehr zu retten! Obwohl er darin Recht hätte,
denn ohne seine Gnade sind wir nicht mehr zu retten.
Aber der Vater vermag es. Würde er uns sonst zu Jesus ziehen.
Keiner kann von sich aus zu Jesus kommen, es sei denn, der Vater
zieht ihn. Aber das haben wir nicht in der Hand.
So ist es Gnade von früh bis spät. Alle Tage. Es ist seine Barmherzigkeit,
er hat uns in Jesus Gnade gegeben auf seinen Weg,
und darüber freuen wir uns sehr.
*
🙏
"Danke, lieber Vater im Himmel, dass du Gnade zu unserer Reise gegeben hast.
In Jesus hast du uns aufgenommen und stößt uns nicht weg.
Hilf uns bei dir zu bleiben, auch wenn wir enttäuschen. Erbarme dich über uns
alle Tage bis zum schönen Morgen der Ewigkeit.
Hilf uns, uns dir anzuvertrauen in allen Dingen, unser Herz auszuschütten,
wie Jesus es in Matthäus 11, 25-30 sagt.
Lass uns unseren Tag heute gelingen. Lass deinem Wort gelingen,
wozu du es gesandt hast. Dein Evangelium der Vergebung uns Menschen.
Lass uns vergebungsbereit leben, deine Güte und dein Wohlwollen leben."
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Der HERR wird seinen Engel vor dir her senden.
1. Mose 24, 7
Der Lehrtext:
Jesus sprach:
Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir;
doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!
Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.
Lukas 22, 42-43
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Danke, für das Lesen. 🌸
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