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freiheitdings Blog

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90402 ...............

Gedanken zur Losung am 25.3.2026, -Herr, wie so gerne möchte mein Ego die Oberhand gewinnen, Hilfe dagegen erhalte ich durch deine Gande.-

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Stückwerkhafte Gedanken zur Losung am 25.3.2026



HERR, steh auf, dass nicht Menschen die Oberhand gewinnen.
Psalm 9, 20


Der Lehrtext:


Jesus sprach zu seinen Jüngern:
Der Menschensohn wird überantwortet werden in die Hände der Menschen,
und sie werden ihn töten; und wenn er getötet ist,
so wird er nach drei Tagen auferstehen.
Markus 9, 31




Neben dem Erleben Davids, den Sieg über seine Feinde,
könnte man denken, das Lied betrifft die Millenniumszeit.

Es ist zumindest eine klare Sicht in die Unsichtbarkeit Gottes hinein,
und rückt die Dinge dieser Welt gerade.

Gott wird ein gerechtes Gericht sprechen und den Elenden nicht vergessen.
Ja, er wird - und das weiß David nicht, Gott wird selbst zum Elenden werden.

Es sind klare Gedanken über Gut und Böse. Als Christ deute ich es von
Golgatha her, und lese es auch von dort her.

Für die erwähnten Frevler ist Gott auch gestorben und sein Heilsangebot
gilt auch ihnen. Das aber relativiert nicht ihre Schuld. Nur, haben wir alle ein
schreckliches Gericht zu erwarten, wenn wir, wenn sie nicht umkehren.

Wenn David das Lied schreibt, so könnten wir mit der Goldwaage dastehen,
und sagen: David, du hast gar nicht das Recht dazu, so etwas zu schreiben.
Bei deinem Sündenregister! Du bist ja selbst ein Mörder und Ehebrecher.

Wir wissen auch nicht, ob er den Psalm vor oder nach der Sache mit Bathseba,
der Frau des Uria, schrieb. Aber, spielt das eine entscheidende Rolle?
Er hat viele Male vorher auf Gott gesehen, und auch viele Male danach.

Gott hat ihm vergeben, und das musste Gott allezeit tun.
Er hat David erwählt und musste ihn allezeit mit seiner Gnade halten.
Sollte er dann nach einer Sünde, die er bekannte für immer schweigen?

Wir sind auch Kinder unserer Zeit und haben das Denken unserer Zeit auf- gesogen. Damit graben wir alle Eventualitäten aus und finden immer Dinge
bei anderen, in denen wir herumgraben können. Meistens graben wir dann
auch in uns so herum. Aber das ist keine Lösung.

Gott will, dass wir auf seinen Sohn schauen, nicht auf unser Gestern,
nicht auf den heutigen Schmerz, der aus dem Gestern erwuchs,
nicht mit Angst auf das, was morgen passieren wird.

Und auch hier kann man sagen: Du redest dich leicht. Sag das mal einem
Menschen, der in seinem Gestern Leid erfahren hat, z. B. vergewaltigt wurde,
Der mit seinem Schmerz auch heute nicht zurecht kommt,
und Angst vor dem Morgen hat, weil es wieder passieren könnte.

Denn jede Sünde die uns verletzt zieht in uns ihre Bahnen. Und neben dem erfahrenen Leid kommt immer noch ein zweiter Stich dazu, nämlich,
dass wir in unserem Schmerz, in unserer Verletztheit, die uns durchdringt auch noch an dem unsichtbaren Haken des Hasses zu hängen drohen.

Wenn ich also schreibe, Gott will, dass wir auf seinen Sohn schauen,
dann meine ich damit auch, dass wir unser Leid und unseren Schmerz
nicht von Gott getrennt sehn.
Letztendlich könnten wir immer - immer - Gott den Vorwurf machen,
"warum hast du es zugelassen?".

Und auf irgendeine Weise kann es sein, dass wir in unserem Schmerz dahin
kommen, ihm das gleiche zu wünschen.
Und wir können selbst nicht aus dieser Haltung entfliehen.

Es gibt aber einen Ort, wo die ewige Liebe von uns Menschen vergewaltigt wird
und es zulässt. Das ist jetzt kein Aufruf zur Nachahmung.
Aber am Kreuz macht Gott sich mit aller Sünde und den von ihr verursachten
Schmerz eins.
Nicht im Sinne, dass er es gut heißt, sondern dass er es mitleidet.

Mit der Entwürdigung, der körperlichen und seelischen Verletzung, der Entehrung in jede Hinsicht. Das relativiert nicht das, was die Sünde des anderen an uns tat.

Aber ich habe einen Anlaufpunkt, an dem ich jemanden antreffe,
der allen Schmerz, auch meinen, kennt und ihn auf sich genommen hat.
Von ihm geht kein Befehl aus: Reiss dich zusammen, vergebe!
Obwohl diese Anweisung der Notwendigkeit des Vergebens im Raum steht.

Von Gott geht der Wunsch aus:

"Komm her zu mir, berge dich bei mir, in meinem Schmerz um dich,
mein Schmerz um alle Menschen, auch um alle Täter, auch um jene,
die als Frevler verloren gehen."

"Du siehst nur mein äußeres Leiden, und sagst vielleicht, was ist das,
gegen das Leid dieser Welt. Aber ich trage Leid um alle Menschen und nehme
ihre Boshaftigkeit und ihren Frevel auf mich, damit sie nicht in ein ewiges Leid,
in einen ewigen Schmerz müssen, der mit deinem Leid nicht vergleichbar ist."

"Und ich trage dieses Leid, die Krankheit aller menschlichen Herzen, und auch
dich, was immer dir widerfahren ist, es spricht dich nicht frei von deiner eigenen
Verlorenheit. Es spricht dich nicht gerecht, auch wenn du einen großen Schmerz
trägst."

"Denn zu erst vergebe ich dir alle deine eigene Schuld,
bevor ich in deine Lähmung des Schmerzes und des Leides hineinspreche.
Auch wenn dir dein eigener Schmerz riesengroß erscheinen mag,
noch größer ist deine Schuld vor mir."

"Auch wenn dich das erlebte Leid aufzufressen droht, ich vergebe dir zuerst,
dass du in einer Gottesferne lebst, und verloren bist.
Mit und ohne einschneidende schlimme Erlebnisse.
Dass du in Unehre zu mir und meinen Vater lebst und verloren bist."

Wir sind Gott gegenüber immer Schuldner. Mit und ohne einschneidende
schlimme Erlebnisse. Wenn wir nicht vergeben können, und das kann ich
verstehen, gerade dann brauchen wir ein Sehen, ein Lernen, den Gekreuzigten
anzusehen, und er wird uns dabei begegnen, als Auferstandener, der die Sünde, die Schuld, den Schmerz getragen und den Tod überwunden hat.

Der auch in den Schmerz hineingeht, ihn kennt, weil er ihn getragen hat.
Der in uns sein "Es werde neu!" sprechen kann, der es als Einziger kann.

Das Leben mit Gott findet nicht im Kopf statt. Es ist auch kein psychisch-gefühltes
Leben, sondern es findet im Glauben statt. Es wird von oben her gegeben.

Im Glauben überwinden wir als ein Mensch der umkehrt und wird wie ein Kind.
Und dabei spielt auch der Zeitfaktor eine Rolle, denn jede Wunde braucht ihre Zeit,
so wie auch die Liebe ihre Zeit braucht.

Das ist keine Leistung, das ist ein hilfloses Schauen auf Jesus am Kreuz,
von dort uns Hilfe wird.

Und so musste David viele Male auf die Gnade Gottes schauen, damit er überhaupt
in seinen zahlreichen Neuanfängen solche Lieder schreiben konnte.
Denn ohne Gnade lasen sich seine Lieder nicht lesen.



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Psalm 9
1 Ein Psalm Davids, vorzusingen, nach der Weise »Schöne Jugend«.

2 Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder.

3 Ich freue mich und bin fröhlich in dir und lobe deinen Namen, du Allerhöchster,

4 dass meine Feinde zurückweichen mussten; sie sind gestürzt und umgekommen vor dir.

5 Denn du führst mein Recht und meine Sache, du sitzest auf dem Thron,
ein rechter Richter.

6 Du schiltst die Völker und vernichtest die Frevler; ihren Namen vertilgst du
auf immer und ewig.

7 Der Feind ist vernichtet, zertrümmert für immer, die Städte hast du zerstört;
jedes Gedenken an sie ist vergangen.

8 Der HERR aber thront ewiglich; er hat seinen Thron bereitet zum Gericht,

9 er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker regieren,
wie es recht ist.

10 Der HERR ist des Armen Schutz, ein Schutz in Zeiten der Not.

11 Darum hoffen auf dich, die deinen Namen kennen; denn du verlässest nicht,
die dich, HERR, suchen.

12 Lobet den HERRN, der zu Zion wohnt; verkündigt unter den Völkern sein Tun!

13 Denn der nach Blutschuld fragt, gedenkt der Elenden und vergisst nicht
ihr Schreien.

14 HERR, sei mir gnädig; sieh an mein Elend unter meinen Feinden,
der du mich erhebst aus den Toren des Todes,

15 dass ich erzähle all deinen Ruhm, in den Toren der Tochter Zion,
dass ich fröhlich sei über deine Hilfe.

16 Völker sind versunken in der Grube, die sie gegraben, ihr Fuß ist gefangen
im Netz, das sie gestellt hatten.

17 Der HERR hat sich kundgetan und Gericht gehalten. Der Frevler ist verstrickt
in dem Werk seiner Hände.

Zwischenspiel. Sela.

18 Die Frevler sollen zu den Toten fahren, alle Völker, die Gott vergessen!

19 Denn er wird den Armen nicht für immer vergessen; die Hoffnung der Elenden
wird nicht verloren sein ewiglich.

20 HERR, steh auf, dass nicht Menschen die Oberhand gewinnen; lass die Völker
vor dir gerichtet werden!

21 Lege, HERR, einen Schrecken auf sie, dass die Völker erkennen, dass sie
Menschen sind. Sela.
+++++++


Die Völker werden gerichtet, ein Schrecken wird auf sie fallen. Sie fahren zu den
Toten, alle Völker und Frevler, die Gott vergessen. Sie sind selbst in der Grube.
Sie werden zur Rechenschaft gezogen. Und die Namen der Frevler werden
vergessen.
Vers 7: "Der Feind ist vernichtet, zertrümmert für immer, die Städte hast du
zerstört; jedes Gedenken an sie ist vergangen."

Aber den Armen, den Elenden, Gott wird dennoch ihr Recht führen,
auch wenn es in der Sichtbarkeit nicht so aussehen mag.

Was wird nicht alles über die bekannten Namen geschrieben, aber wenn sie Gott
vergessen, sind sie wie tot, sie sind tot in ihren Sünden.

Das Evangelium aber, es verhilft zum Leben, es macht lebendig.
Nur, selbst Jesu Jünger, die ihn vor Augen hatten, konnten es nicht hören:



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Markus 9, 31
Jesus sprach zu seinen Jüngern:
Der Menschensohn wird überantwortet werden in die Hände der Menschen,
und sie werden ihn töten; und wenn er getötet ist,
so wird er nach drei Tagen auferstehen.
+++++++

Die Reaktion der Jünger darauf war Angst vor Jesus.
Und dann stritten sie darüber, wer unter ihnen der Größte sei.



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Markus 9, 31-34
31 Denn er lehrte seine Jünger und sprach zu ihnen:
Der Menschensohn wird überantwortet werden in die Hände der Menschen,
und sie werden ihn töten; und wenn er getötet ist,
so wird er nach drei Tagen auferstehen.

32 Sie aber verstanden das Wort nicht und fürchteten sich, ihn zu fragen. 

33 Und sie kamen nach Kapernaum. Und als er im Haus war, fragte er sie:
Was habt ihr auf dem Weg besprochen? 

34 Sie aber schwiegen; denn sie hatten auf dem Weg miteinander besprochen,
wer der Größte sei. 
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Da öffnet sich die Liebe Gottes, will ihr Herz ausschütten, und wird bereits
durch das Verhalten der Jünger wie an ein Kreuz geschlagen.

Was aber entgegnet Jesus auf ihre Größen-Phantasien?



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Markus 9, 35-37
35 Und er setzte sich und rief die Zwölf und sprach zu ihnen: Wenn jemand will
der Erste sein, der soll der Letzte sein von allen und aller Diener. 

36 Und er nahm ein Kind, stellte es mitten unter sie und herzte es
und sprach zu ihnen: 

37 Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf;
und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf,
sondern den, der mich gesandt hat. 
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Hierrüber sollten wir in unserer eigenen Not nachdenken. Von uns wegschauen,
von unserem Schmerz und von unserer Angst, von unserem eigenen Heute.
Wie können wir Gott aufnehmen?

Wenn man bedenkt dass Jesus an anderer Stelle sagte: Wenn ihr nicht umkehrt
und werdet wie die Kinder, so könnt ihr nicht in das Reich Gottes kommen … ,
ist dann nicht der Bruder und die Schester auf eine andere Weise ebenfalls dieses
Kind?

Wie schnell gewinnt doch in uns das berechnende Denken die Oberhand?
Wie schnell gewinnt unser Ego in uns die Oberhand?
Wie wenig werden wir wie Kinder?
Wie wenig kehren wir wirklich um?



*



🙏
"Danke Vater, für deine Treue. Deine Gnade die uns am Leben erhält und
uns bewahrt, über alle sichtbaren Dinge hinaus.
Gib, dass wir unter dem Kreuz bleiben, nah bei dir, jeden Tag.
Der du dich Leid um alle Menschen trägst.
Besonders trägst du es um den Armen, Geringen, Elenden, denen, die
zerschlagenen und gedemütigten Geistes sind. In ihnen willst du wohnen und wohnst du auf eine verborgene Weise.
Erbarme dich über uns und hilf uns unsere Schwachheit einzugestehen,
und in den Dingen dieses Tages deine Liebe nicht zu vergessen,
sondern als Kinder des Höchsten im Licht leben."




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HERR, steh auf, dass nicht Menschen die Oberhand gewinnen.
Psalm 9, 20


Der Lehrtext:


Jesus sprach zu seinen Jüngern:
Der Menschensohn wird überantwortet werden in die Hände der Menschen,
und sie werden ihn töten; und wenn er getötet ist,
so wird er nach drei Tagen auferstehen.
Markus 9, 31
+++++++


Danke, für das Lesen. 🌿


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Verfasst: 25.03.2026, 05:49 Uhr

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