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Stückwerkhafte Gedanken zur Losung am 6.4.2026
Er behütete sein Volk wie seinen Augapfel.
5. Mose 32, 10
Der Lehrtext:
Denn ich bin gewiss,
dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten,
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes
noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann
von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.
Römer 8, 38-39
De Losungstext ist aus dem Lied des Mose.
Es ist nahe am Ende von Moses Leben.
Er preist den Namen des HERRN in seinem Lied.
Dabei beschreibt er poetisch, wie Gott Jakob, das meint hier "Israel", fand.
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5. Mose 32, 9-11
9 Denn des HERRN Teil ist sein Volk, Jakob ist sein Erbe.
10 Er fand ihn in der Steppe, in der Wüste, im Geheul der Wildnis.
Er umfing ihn und hatte acht auf ihn. Er behütete ihn wie seinen Augapfel.
11 Wie ein Adler ausführt seine Jungen und über ihnen schwebt,
so breitete er seine Fittiche aus und nahm ihn und trug ihn auf seinen Flügeln.
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Der Losungstext ist aber in der 1. Vergangenheit geschrieben.
"Behütete Jakob, fand ihn, umfing ihn, hatte acht auf ihn, breitete seine Flügel aus,
nahm ihn und trug ihn."
Dieser Teil des Liedes ist eine Rückschau. Ein Gedenken voriger Zeiten.
Denn als Mose dies Lied schrieb, stellte sich die Situation anders dar.
Denn Israel hat Gott seine Fürsorge nicht gedankt.
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5. Mose 32, 3-7
3 Denn ich will den Namen des HERRN preisen. Gebt unserm Gott allein die Ehre!
4 Er ist der Fels. Seine Werke sind vollkommen; denn alle seine Wege sind recht.
Treu ist Gott und kein Böses an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er.
5 Das verkehrte und böse Geschlecht hat gesündigt wider ihn;
sie sind Schandflecken und nicht seine Kinder.
6 Dankst du so dem HERRN, deinem Gott, du tolles und törichtes Volk?
Ist er nicht dein Vater und dein Herr?
Ist’s nicht er allein, der dich gemacht und bereitet hat?
7 Gedenke der vorigen Zeiten und hab acht auf die Jahre
von Geschlecht zu Geschlecht. Frage deinen Vater, der wird dir’s verkünden,
deine Ältesten, die werden dir’s sagen.
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Das Lied ist ein Loblied auf die Gnade Gottes. Ohne sie würde es dieses Volk nicht
mehr geben. Gott versorgte "Jakob" mit allem was sie brauchten.
Da ging es Jakob gut, Jeschurun (Vers15), ein selten verwendeter Name für
Israel, Jakob also "war fett geworden", das kann auch heißen, er hatte alles,
war ohne Sorge und meinte Gott nicht mehr zu brauchen.
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5. Mose 32, 3-7
15 Als aber Jeschurun fett ward, wurde er übermütig.
Er ist fett und dick und feist geworden und hat den Gott verworfen,
der ihn gemacht hat. Er hat den Fels seines Heils gering geachtet
16 und hat ihn zur Eifersucht gereizt durch
fremde Götter; durch Gräuel hat er ihn erzürnt.
17 Sie haben Geistern geopfert, die keine Gottheiten sind,
Göttern, die sie nicht kannten, neuen,
die vor Kurzem erst aufgekommen sind, die eure Väter nicht geehrt haben.
18 Den Fels, der dich gezeugt hat, hast du außer Acht gelassen
und hast vergessen den Gott, der dich geboren hat.
19 Und als es der HERR sah, ward er zornig über seine Söhne und Töchter,
20 und er sprach: Ich will mein Antlitz vor ihnen verbergen, will sehen,
was ihnen zuletzt widerfahren wird;
denn es ist ein verkehrtes Geschlecht, es sind untreue Kinder.
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Das ist das Tragische, wenn wir mit Gott leben, geht es uns gut. Wenn es uns
aber gut geht, meinen wir, wir kommen allein zurecht. Dann aber haben wir
Gott in unserem Herzen nicht bleibend den Bestimmerplatz gegeben. Er hat
in uns dann auch keinen Anbetungsplatz, keinen Dankbarkeitsplatz.
Dankbarkeit aber führt mich zum Geber. In meinem Sinn freue ich mich über die
erhaltene Gabe und dieses Freude zeige ich dem Geber. Ich ehre ihn mit Dank.
Diese bleibend Herzenshaltung ist nicht entstanden. Das Herz ist nicht fest
geworden, nicht fest ausgerichtet auf Gott.
Sie ist aufgeflackert, in der Not, wenn sie Gott anriefen und Hilfe bekamen.
Dann zeigte man Dankbarkeit.
Aber es scheint so, nichts ist dem menschlichen Herzen so fremd wie Besinnung
über die erhaltenen Gaben und der Dank, der daraus erwachsen sollte.
Es macht keine Freude, das Lied des Mose weiter zu lesen. Gleichwohl ist es der
selbe Gott der hier durch Mose spricht, wie der, von dem Mose in Vers 10 sprach:
"Er behütete sein Volk wie seinen Augapfel."
Die natürliche Sichtweise mäkelt jetzt an Gott herum über die Grausamkeiten,
die noch folgen. Was sie nicht sehen kann, es sind Folgen der Sünde.
Es sind die Grausamkeiten Satans, die aus der Sünde erwachsen.
Die Sünde ist eine geistliche Dimension, eine geistliche Macht.
Und der Mensch spürt schon, da ist in ihm etwas Wolfshaftes,
aber für gewöhnlich versucht er das mit natürlichen Mitteln zu bändigen.
Die Macht der Sünde lässt sich aber nur durch den Felsen bändigen.
Denn sie muss vergeben werden. Dazu muss es aber eine Sühnung geben.
Gott kann nicht einfach vergeben, wenn wir sündigen. Das öffnet der inneren
Anarchie die Türen. Das kann man auch "billige Gnade" nennen.
"Gott ist mir gnädig" ich kann machen was ich will, er vergibt mir ja.
Ich beichte, bekenne einfach meine Schuld und gut ist.
Und natürlich sage ich, ich bereue, aber wer kann einem dabei ins Herz schauen?
So geht das nicht!
Vergebung geschieht immer durch ein Opfer.
Die ersten Opfertiere waren noch im Paradies, als Gott eine Bekleidung für
Adam und Eva machte, um sie zu schützen.
Abel brachte ein Opfer dar in Form eines Lammes.
Sein Opfer sagte, eigentlich ist in mir Sünde, ich Mensch bin wie Sünde
geworden. Ein Anhängsel der Sünde, ein Arbeitsplatz der Sünde.
Wie sollte ich dir, Ewiger begegnen?
Schau, eigentlich müsste ich geopfert werden, ich anstelle des Opfertieres.
Aber das geht ja nicht, dann hast du, Gott, keine Menschen mehr.
So hat Gott über Jahrtausende sein eigenes Opfer vorbereitet. Denn alle Opfer
waren ein Bild auf Jesus hin.
Aber wir Menschen, wir können alles schlecht machen, was immer uns zwischen
die Finger kommt. Und so machten wir auch das Opfer schlecht.
Und Gott sagte zum Beispiel bei Samuel:
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1. Samuel 15, 22
Samuel aber sprach: Meinst du, dass der HERR Gefallen habe am Brandopfer
und Schlachtopfer gleichwie am Gehorsam gegen die Stimme des HERRN? Siehe,
Gehorsam ist besser als Opfer und Aufmerken besser als das Fett von Widdern.
23 Denn Ungehorsam ist Sünde wie Zauberei, und Widerstreben ist wie Abgötterei
und Götzendienst. Weil du des HERRN Wort verworfen hast,
hat er dich auch verworfen, dass du nicht mehr König seist.
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Ungehorsam kostete Saul sein Königtum. Aber Ungehorsam war die Folge
von etwas aus dem Herzen. Vor dem Ungehorsam war es bereits so gewesen,
dass Gott keinen Platz in Sauls Herzen fand.
Gott konnte nicht im Herzen Sauls auf dem Bestimmerplatz sein,
weil Saul sein Herz Gott nicht "_g_a_n_z_" zuwandte.
Daher gab es auch keine tiefe Dankbarkeit. Die Folge: Saul lebte sich selbst.
Er gründete sein Leben nicht auf den Felsen.
Und das ist typisch für uns Menschen und es war auch typisch für Israel.
So dass Gott schon im 3. Buch Mose, als er dem Volk Segen und Fluch
vorlegte, sagen musste:
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31 Und ich will eure Städte wüst machen und eure Heiligtümer verheeren
und will den lieblichen Geruch eurer Opfer nicht mehr riechen.
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Was hernach dann auch geschah, zuerst im Nordreich:
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Amos 5, 21
21 Ich hasse und verachte eure Feste
und mag eure Versammlungen nicht riechen –
22 es sei denn, ihr bringt mir rechte Brandopfer dar –,
und an euren Speisopfern habe ich kein Gefallen,
und euer fettes Schlachtopfer sehe ich nicht an.
23 Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder;
denn ich mag dein Harfenspiel nicht hören!
24 Es ströme aber das Recht wie Wasser
und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.
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Es wurde aufgelöst, die Bewohner weggeführt, und die "eure Heiligtümer",
es waren die zwei goldenen Kälber in Bethe und Dan, sie wurden weg getan.
Das Südreich, welches das alles mit erlebte, kehrte aber auch nicht um.
Schon, Hiskia und Josia versuchten dagegen zu halten. Aber die Schuld des Volkes
unter Manasse wollte Gott nicht mehr vergeben. Das Volk kehrte nicht mehr um,
erst wollte es nicht mehr umkehren, und dann konnte es nicht mehr umkehren.
Es ist immer schlecht, wenn wir unseren eigenen Willen bekommen.
Dann haben wir uns innerlich bereits "weit" von Gott entfernt.
Wie will er seinen Engel um uns lagern, wenn wir ihn nicht mehr fürchten?
Wie können wir da wie sein Augapfel sein.
Menschen in Jesus Christus, welcher auch der ewige Fels ist,
sie sind alle seine Augapfelkinder. Sie erleben zwar auch das Leid,
dass als Folge ihrer Sünde geschieht, aber sie sind in Jesus hineingezeugt
und tragen eine Sehnsucht nach Umkehr in sich.
Gott hat auch nicht sein Volk "Israel" für immer verworfen. Er wird sich ihnen
wieder zu wenden, dass sie ihn erkennen. Und ein wenig Glanz strahlt immer noch
in ihnen auf. Aber sie sind auf eigenen Wegen.
Wir aber sind auf dem Weg Jesu. Er ist des Vaters Wahrheit, Weg und Leben.
Ein Weg der Wahrheit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Und in Jesus gilt:
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Römer 8, 38-39
Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte
noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes
noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes,
die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.
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Glaubst du Jesu Worten? Bist du umgekehrt und wie ein Kind geworden?
Bindest du dich mit allem was du bist und hast an Jesus.
Ist dir sein Opfertod der Quell der Vergebung, und seine Auferstehungskraft
eine alltägliche Belebung?
Unser Vater im Himmel hat eine Adresse: "Jesus, sein Sohn"
*
🙏
"Danke Vater, dass du meinen kleinen vergänglichen Namen kennst.
Danke, dass du es gut meinst mit mir und meinem kleinen Leben.
Auch mit den kleinen Leben meiner Brüder und Schwestern.
Danke, dass du uns auf den Felsen gestellt hast, dein Fels.
Dein Fels, der alles ist. Richter und Opfer, Wahrheit und Gerechtigkeit,
der das lebensspendende Wasser der Vergebung uns gibt und wir
in Gemeinschaft mit ihm und dir leben dürfen.
Wer sind wir, dass du uns in Jesus wie deinen Augapfel behütest?"
"Du rufst auch alle Menschen zu dir,
zur Umkehr, zur Kapitulation, zur Übergabe ihres Egos auf.
Damit sie ihr Leben auf deine Wahrheit gründen,
den Felsen der Liebe, voller Gnade und Wahrheit.
Schenke einen Hunger nach deinem Wort.
Auch einen Hunger nach großer Dankbarkeit dir gegenüber.
Deine große Liebe am Kreuz auf Golgatha, dein einmaliges gültiges Opfer.
Danke für deine große Gnade allezeit."
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Er behütete sein Volk wie seinen Augapfel.
5. Mose 32, 10
Der Lehrtext:
Denn ich bin gewiss,
dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten,
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes
noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann
von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.
Römer 8, 38-39
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Danke, für das Lesen. 🪷
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