Wie antwortet Gott?
In diesem Beitrag gehe ich einer ebenso grundlegenden wie anspruchsvollen Frage nach: Auf welche Weise antwortet Gott? Diese Fragestellung berührt das weite Feld der göttlichen Kommunikationsweisen und bewegt sich an der Schnittstelle von Theologie und Philosophie. Es ist kaum möglich, eine abschließende Antwort zu geben; dennoch soll im Folgenden – auf Grundlage theologischer Reflexion und persönlicher Einsicht – eine verantwortete Annäherung versucht werden.
Bereits zu Beginn stellen sich zwei zentrale Fragen: Erstens, ob es überhaupt möglich ist, dass ein endlicher Mensch im Diesseits mit einem transzendenten, übernatürlichen Gegenüber in Beziehung tritt. Diese Perspektive ist funktional und gewissermaßen „technisch“ ausgerichtet. Zweitens ergibt sich eine ontologische Fragestellung: Ist Gott willens und fähig, mit dem Menschen zu kommunizieren?
Die Frage nach der grundsätzlichen Möglichkeit einer solchen Kommunikation lässt sich aus theologischer, philosophischer und sogar naturwissenschaftlicher Perspektive bejahen. Kommunikation setzt stets einen Sender und einen Empfänger voraus; ihre konkrete Gestalt jedoch ist vielfältig. Neben verbaler und nonverbaler Kommunikation existieren visuelle, symbolische und intuitive Formen. Auch Phänomene wie innere Eingebung oder geistige Wahrnehmung werden in der Geschichte des religiösen Bewusstseins vielfach bezeugt. Kommunikation ist somit nicht auf eine einzige Dimension beschränkt, sondern kann sich auf unterschiedlichen Ebenen vollziehen – auch jenseits rein empirischer Erfahrbarkeit.
Komplexer gestaltet sich die Frage, ob Gott tatsächlich kommuniziert und wie dies geschieht. Dass Gott kommunizieren will, wird in der Heiligen Schrift vielfach bezeugt:
Hebräer 1,1-2 Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welten gemacht hat.
Markus 9,32 Sie aber verstanden das Wort nicht und fürchteten sich, ihn zu fragen.
1. Korinther 13,12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
Römer 8,14 Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.
Sprüche 16,33 Der Mensch wirft das Los; aber es fällt, wie der HERR will.
1.Könige 19,12 Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.
Hebräer 5,12 Und ihr, die ihr längst Lehrer sein solltet, habt es wieder nötig, dass man euch die Anfangsgründe der göttlichen Worte lehre und dass man euch Milch gebe und nicht feste Speise.
1. Korinther 13,12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
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