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"Begrenzte Zeit der Gnade"

9 Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.
10 Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen.
(2. Petr 3:9-10, Schlachter)

3,9 Gott hat verheißen, die Geschichte der gottlosen Menschheit mit einem Gericht zu beenden. Wenn es so aussieht, als ob er zögere, dann nicht, weil er seiner Verheißung untreu geworden wäre. Er ist einfach nur geduldig. Er möchte nicht, »dass irgendwelche verlorengehen«. Sein Wunsch ist es, »dass alle zur Buße kommen«. Er streckt absichtlich die Zeit der Gnade, damit die Menschen jede nur erdenkliche Gelegenheit erhalten, errettet zu werden.

In Jesaja 61,2 lesen wir vom Gnadenjahr Gottes und vom Tag seiner Rache.

1 Der Geist des HERRN, des Herrschers, ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen,
2 um zu verkündigen das angenehme Jahr des HERRN und den Tag der Rache unseres Gottes, und um zu trösten alle Trauernden;
(Jes 6:2, Schlachter)

Das bedeutet, dass es ihm gefällt, Gnade zu erzeigen, und dass ihm das Gericht eigentlich fremd ist (Jes 28,21).
Es kann auch bedeuten, dass er seine Geduld auf ein Jahrtausend oder länger ausdehnen und seine Gerichte zu einem Tag zusammenfassen kann.
Er wartete 120 Jahre, ehe er die Flut sandte. Nun hat er mehrere Jahrtausende gewartet, bevor er die Welt im Feuer vergehen lässt.

(William Macdonald)
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Was hat die Zeit der Gnade mit mir zu tun?

Die begrenzte „Zeit der Gnade“ (auch Gnadenzeit oder heilsgeschichtliche Epoche genannt) ist ein zentraler Begriff im christlichen Glauben, der besagt, dass die jetzige Ära, in der Gott den Menschen seine Vergebung und Liebe bedingungslos anbietet, zeitlich begrenzt ist. Sie begann mit Pfingsten und endet mit der Wiederkunft Christi bzw. dem Ende des individuellen Lebens.

Es ist eine dringende Einladung zum Handeln: Die Gnadenzeit ist die Phase, in der Vergebung möglich ist. Es wird oft als „heute“ bezeichnet – ein Aufruf, nicht auf morgen zu verschieben, sich Gott zuzuwenden.

Es ist ein persönliches "Jetzt": Diese Zeit ist nicht nur ein fernes historisches Ereignis, sondern eine persönliche Aufforderung, Gnade aktiv zu nutzen, um zu wachsen und Verantwortung zu übernehmen.
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„Deshalb beten wir auch allezeit für euch, dass unser Gott euch der Berufung würdig mache und [alle Freude am Guten] und das Werk des Glaubens in Kraft zur Erfüllung bringe, damit der Name unseres Herrn Jesus Christus in euch verherrlicht werde und ihr in ihm, gemäß der Gnade unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus.“ (2Thess 1,11–12) ]

Gnade ist mehr als nur ein Wesenszug Gottes, uns Gutes zu tun, wenn wir es nicht verdienen. Sie ist eine echte Kraft, die von Gott ausgeht und in unseren Leben am Wirken ist und gute Dinge für uns und in uns bewirkt, was gleichermaßen unverdient ist.
(John Piper)


Verfasst: 30.04.2026, 15:11 Uhr
Editiert: 30.04.2026, 15:51 Uhr

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