17 Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, dass ihr nicht mehr so wandeln sollt, wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes,
18 deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens;
19 die, nachdem sie alles Empfinden verloren haben, sich der Zügellosigkeit ergeben haben, um jede Art von Unreinheit zu verüben mit unersättlicher Gier. (Eph 4:19, Schlachter)
Der alte Mensch ist ein Baum, der neue ein Zweiglein in Christus,, das die Äste des alten Baumes abtreibt.
Wenn man ißt, trinkt, schläft, redet, denkt und sich etwas vornimmt, so geschieht es entweder ganz allein in der Eitelkeit unter der Sonne, aus blindem Eifer, in unruhigem Weltlauf, Sorgen, Lust und Hoffart oder im Gnadenlicht und in der im Umlauf befindlichen Liebeskraft des Geistes der Wahrheit unter Seufzen nach der ewigen Freiheit.
Im ersten Fall wird man schnell erschreckt, entzündet, verwirrt, in Affekte und Begierden gestürzt, wie ein Ball von jedem Zufall und jedem Urteil der Menschen umhergeworfen, sucht Gutes und findet es nicht, ist denen gram, die besser sein wollen, und liebt die Lüge.
Im anderen Fall wird man den äußeren Dingen gegenüber gleichgültiger, schmeckt die Kraft des Wortes Gottes, spürt dem Willen Gottes und der zukünftigen Herrlichkeit nach und wird in geradem Lauf unter Leiden demütiger.
Das innere Geisteslicht sucht im Menschen die Triebe und Gedanken auf, verdammt die Sünde, stärkt den Mut zum Guten, zieht Nahrung aus Gottes Wort und Gottes Führungen und wächst fort im Ernst und in der Gemeinschaft.
Der äußere Weltgeist erfüllt den Menschen, der innerlich finster, hungrig und stachlig ist, mit der sich widerspiegelnden Eigenliebe, die ihn durch sein eignes Bild im Eigenwillen und guter Meinung steigert, wobei er sich aber mit Gelüsten und Leidenschaften selber verdeckt und wie zu einem Tier macht.
(Johann Ludwig Fricker, 1729-1766, aus: „Weisheit im Staube“, Zeugnisse der Schwabenväter)
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