1 Ich bin gesucht worden von denen, die nicht nach mir fragten; ich bin gefunden worden von denen, die mich nicht suchten; ich habe gesagt: »Hier bin ich; hier bin ich!«, zu einem Volk, über dem mein Name nicht ausgerufen war.
2 Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach einem widerspenstigen Volk, das seinen eigenen Gedanken nachgeht auf einem Weg, der nicht gut ist. (Jes 65:1-2, Schlachter)
In Israel herrscht geistlicher Tod; Fürbitter werden nirgends gefunden, weil der HERR sie den Folgen ihrer Sünden überantwortet hat.
64,8-9 Doch der HERR ist immer noch ihr Vater, und sie haben nicht aufgehört zu hoffen, dass der Töpfer etwas aus dem Ton machen kann. Sie flehen ihn an, er möge seinen Zorn besänftigen, ihnen vergeben und ihre Sünden vergessen und sie als sein Volk anerkennen.
In diesem Zusammenhang spricht der erste Vers über Israels Fehler, Gott nicht zu suchen, und über seine Weigerung, Gottes Ruf zu folgen.
Aber Paulus wendet ihn in Römer 10,20 auf den Ruf an die Heiden an: »Ich bin von denen gefunden worden, die mich nicht suchten; ich bin denen offenbar geworden, die nicht nach mir fragten.« 65,2-7 .
Diese Verse beziehen sich unmissverständlich auf Israel. Gott verwendet sich unermüdlich für ein widerspenstiges Volk, das sich selbst mit Götzendienst und Heidentum abgibt.
Weil sie sich in geheime Riten einführen ließen, hielten sich die Israeliten für heiliger als ihre Genossen. Weil sie den Allerhöchsten beständig reizten, wird er ihnen all ihren Götzendienst und ihre Sünden heimzahlen.
(William Macdonald)
Kommentare zu diesem Blogeintrag
Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Blogeintrag.