8 Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden ⟨so⟩ verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie ⟨es⟩ vom Herrn, dem Geist⟨, geschieht⟩. (2. Kor 3:18, Elb)
Charakterbildung
22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. (Gal 5:22, Schlachter)
Die Liebe sucht ihren Weg in Zeit und Raum
Viele Erkenntnisse können wir grundsätzlich bejahen, aber wir sind oft nicht fähig, die gewonnenen Einsichten in die Realität unserer Alltagswelt unzusetzen.
Eine Frucht wächst nach den inneren Gesetzen ihrer Natur. So wächst auch die Frucht des Geistes nach den in ihr wohnenden Gesetzen des geistlichen Lebens.
Doch sind wir als Menschen nicht nur unbeteiligte Empfänger dieser göttlichen Gnaden, sondern mit unserer ganzen Persönlichkeit zur Mitarbeit herausgefordert. So wie ein Landwirt nicht das Wachstum schaffen kann, aber den Acker vorbereitet und die wachsende Saat pflegt, so ist unser Engagement für unsere Persönlichkeitsentwicklung gefragt.
…
(Wilhard Becker)
-----------------------------------------------------------------------
Bei IHM fange ich an
und habe nun den Grund gefunden,
worauf ich stehe.
ER ist mein Licht und Recht,
mein Herr und Heiland,
mein A und O,
mein ein und alles –
und würde ich der Welt zum Spott.
Aus IHM habe ich nun erst einen Sinn, eine Vernunft, die ihrem Ursprung und Urbild naherückt. Ich denke nun nicht nur, ich glaube auch, und darum bin ich nicht nur, ich lebe auch, doch nicht ich, sondern Christus lebt in mir.
War mein Sinn ehemals eitel, nun ist er auf Gott gerichtet; eine neuer Geist ist in mir.
Weg mit den Lüsten des Irrtums!
Meinem Wahrheitsgrund will ich gleichförmig werden. Nicht nur mein System ist ganz, der ganze neue Mensch ist schon geschaffen durch des Schöpfers Macht;
nur das Einkleiden in denselben ist mir vorgegeben.
Der Begriff und die Sache selbst,
Gerechtigkeit innen,
Gerechtigkeit außen,
Heiligkeit innen und außen,
kurz Wahrheit, deren Regel Gott selbst ist, ist da.
Nur angekleidet und den alten Menschen abgelegt!
Weg mit der Lüge!
Wahrheit zwischen mich und meinem Nächsten;
denn wir sind Glieder!
Weg mit dem Zorn, über dem die Sonne untergeht!
Weg mit der Untreue, die sich vor sich selbst schämen muß, wenn sie das siebente Gebot bei ihrem Namen nennt.
[aus: Zeugnisse der Schwabenväter, „Heilige Philosophie“(1965), Friedrich Christoph Oetinger, 1702- 1782]
Kommentare zu diesem Blogeintrag
Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Blogeintrag.