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„Reformation - oder Sterben und Auferstehung"

25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; (Joh 11:25, Schlachter)
8 Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden,
9 da wir wissen, dass Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn.
(Rö 6:8-9, Schlachter)

Die Frage, ob eine Institution, Tradition oder Glaubensgemeinschaft eine Reformation (Erneuerung von innen) benötigt oder ein Sterben und Auferstehen (radikaler Wandel/Neubeginn) durchlaufen muss, ist ein zentrales theologisches und strukturelles Thema, insbesondere im Kontext von Kirche und Glaube.

Reformation (im historischen Kontext): Martin Luther zielte auf eine Rückbesinnung auf das Evangelium ab („Ecclesia semper reformanda“ – die Kirche muss immer reformiert werden). Dies verstand er als Korrektur und Erneuerung aus der Kraft des Wortes Gottes.

- Neuentdeckung der Gnade: Martin Luther betonte, dass der Mensch seine Sünden allein durch den Glauben (Sola fide) und die Gnade Gottes (Sola gratia) vergeben bekommt, nicht durch gute Werke.

- Sterben und Auferstehung als Kern des Glaubens: Das christliche Leben ist fundamental auf das Modell von Sterben und Auferstehung ausgerichtet, basierend auf dem Vorbild Jesu Christi. Dieser Prozess beinhaltet den Sieg des Lebens über den Tod und die Notwendigkeit, alte Strukturen oder sündiges Verhalten ("altes Ich") sterben zu lassen, um Neues zu ermöglichen.

- Reformation als Rückbesinnung: Reformation wird oft als "Zurück zur Quelle" verstanden. Es geht darum, Verschüttetes freizulegen und die Kernbotschaft (das Evangelium) in neuer Zeit relevant zu machen.

- Sterben im Sinne von Loslassen: Ein "Sterben" im aktuellen Kontext kann bedeuten, sich von nicht mehr zukunftsfähigen Strukturen, Machtansprüchen oder traditionellen Formen zu verabschieden.

- Hoffnung auf Erneuerung: Die Auferstehungshoffnung bedeutet, dass der Tod – auch der einer Institution – nicht das letzte Wort hat. Dies kann als Ermutigung verstanden werden, radikale Veränderungen nicht zu fürchten, sondern als Chance zur Verwandlung zu sehen. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Reformation oft als ein kontinuierlicher, sanfterer Prozess der Erneuerung gesehen wird, während Sterben und Auferstehung für einen tiefgreifenden, schmerzhaften, aber transformativen Wandel steht, der im christlichen Verständnis jedoch in einer lebendigen Zukunft mündet.

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Tell of that glorious Easter morn:
Empty the tomb, for he was free.
He broke the power of death and hell
That we might share the victory.

(E. J. Burns)

Erzählt von diesem herrlichen Ostermorgen:
Leert das Grab, denn er war frei.
Er brach die Macht von Tod und Hölle
Damit wir den Sieg teilen können.


Verfasst: 12.04.2026, 10:48 Uhr
Editiert: 12.04.2026, 12:10 Uhr

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